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Kirchen und Kapellen

Hier werden unsere Kirchen und Kapellen jeweils in einem Kurzportrait vorgestellt.
Eine reich bebilderte Darstellung dieser und weiterer Kirchen und Kapellen finden Sie in dem Buch:
Walter Müller: Kirchen, Kapellen, Kreuze in der Verbandsgemeinde Brohltal und Nachbarorten.
Für nur 16,90 € ist es in den Pfarrbüros in Burgbrohl und Niederzissen, sowie bei der Tourist-Information der Verbandsgemeinde erhältlich.

 

St. Johannes der Täufer Burgbrohl

Erbaut wurde die Burgbrohler Kirche in den Jahren 1907/08 im neugotischen Stil, dessen auffälliges Merkmal der Höhendrang als Verkörperung des Strebens zu Gott ist. Die filigrane Bauweise mit Spitzbögen und einem sich nach oben verjüngenden Turm tragen zur Betonung der Vertikalen bei.
Die aus vielen kleinen bunten Glasscheiben zusammengesetzten Glasmalereien der Fenster stellen Szenen aus dem Alten und Neuen Testament dar. Die Lichtverhältnisse im Kircheninnern ergeben sich aus den relativ hoch angebrachten Fenstern. Die Helligkeit des oberen Bereichs symbolisiert das göttliche Licht, unten versinnbildlicht mystisches Halbdunkel das finstere Diesseits. Der Hauptaltar – ein Flügelaltar, ein Tryptichon – stellt Szenen aus dem Leben des Patrons der Kirche dar. Bei den beiden Seitenaltären handelt es sich um einen Marienaltar und einen Altar zu Ehren des hl. Josef. 2012 erfolgte eine umfangreiche Sanierung der Außenfassade. Pünktlich zur 900-Jahr-Feier der Ortsgemeinde Burgbrohl präsentierte sich das Gotteshaus wieder in alter Schönheit.

Monika Lies, Burgbrohl

St. Philippus und Jakobus, Kempenich

Kapelle der 14 Nothelfer - Engeln

St. Hubertus - Hannebach

Kapelle der Heiligen Schutzengel - Hohenleimbach

Kapelle zum Heiligen Kreuz - Spessart

St. Nikolaus Königsfeld

Die jetzige Kirche wurde 1912 im neugotischen Stil erbaut. Blickpunkt ist die große Altarwand mit 8 Bildtafeln, holzgeschnitzt, farbig gefasst. 6 Bilder sind aus dem Leben Jesu, dazu St. Martin zu Fuß nicht hoch zu Ross, und die Enthauptung des Hl.Paulus. Der kunstvoll umrankte Doppeltabernakel gipfelt in einem 8-Säulen-Tempelchen mit Pelikan, dem Wappentier der Eucharistie. Darüber die Kreuzigungsgruppe mit Maria und Johannes. Messaltar und Ambo geben den notwendigen modernen Akzent, denn wir sind Kirche von heute und nicht von gestern. Imponierend das neugotische Gewölbe, besonders über dem Altarraum. Die Verschiedenheit der Seitenschiffe, neogotisch links mit Marienaltar, streng romanisch rechts mit Nikolausaltar, ist baugeschichtlich bedingt. Eine Vorgängerkirche ist urkundlich schon 1226 erwähnt, ist also älter. Es war eine 3-schiffige romanische Pfeilerbasilika, geostet, der aufgehenden Sonne entgegen. Mehrfach zerstört, wurde sie immer wieder aufgebaut, ohne Zuschüsse! Der Turm wurde mehrfach erhöht. Der alte Altarraum (Chor) ist heute Taufkapelle. Der Vorraum unter der Orgel ist das alte rechte Seitenschiff , - die Gewölberippen von 1532 stehen auf köstlichen figürlichen Konsolen.

Helmut Reichelstein

St. Germanus Niederzissen

Das im Jahre 1250 geweihte Gotteshaus entstand auf den Grundmauern eines um 1150 errichteten romanischen Vorgängerbaues im spätromanischen Übergangsstil zur Gotik, wobei Chor, Langhaus und Turm eine Aufstockung erfuhren. Weist bereits der alte Taufstein auf eine lange Tradition als Taufkirche hin, so ist der Kirchenpatron, Bischof Germanus von Auxerre (378 - 448/450 n. Chr.), zeitlich und räumlich dem Übergang vom Römischen zum Frankenreich zuzuordnen.
Mit dem Kirchenbau haben auch die Glocken von 1337, 1462 und 1728 die Jahrhunderte überdauert, so dass nach 1945 lediglich die zerstörten Chorfenster zu ersetzen waren. Als unter Pfarrer Mettler die Kirchenerweiterung anstand, gelang es Baurat Vogel, eine Symbiose von alt und neu herzustellen (1966-68): Seitdem präsentiert sich die spätromanische Kirche mit ihrem markanten Turm sowie dem im spitzen Dachreiter auslaufenden zeltförmigen 7-eckigen Anbau mit dem großen Pfingstfenster als neuer Kirche mehr denn je als für das Ortsbild von Niederzissen zentral prägendes Gebäude.
So verkörpert sie Tradition, Geschichte und Moderne als eine der Hauptkirchen unserer Pfarreiengemeinschaft.

Dr. Wolfgang Dietz, Galenberg

St. Antonius Abt Oberzissen

Die jetzige Kirche in Oberzissen wurde 1960 gebaut. Die Mauer an der Seite zum Kirchberg hin soll noch von der im 15. Jahrhundert erbauten Kapelle stammen, die die Herren von Burg Olbrück errichten ließen. Die letzte von vielen Erweiterungen und Restaurierungen war 1921, als Oberzissen gerade eigenständige Pfarrei wurde. Infolge schwerer Schäden im Mauerwerk wurde ein Neubau notwendig. Architekt war Karl-Peter Böhr, der auch die Keramiktafeln des Kreuzweges gestiftet hat. Aus der früheren Kirche sind der ehemalige Hochaltar (um 1700) mit Figuren von St. Georg und St Antonius, die Kreuzwegstationen auf der rechten Seite und hinter dem Ambo die vier Evangelisten. Eine herrliche, aus dem 16. Jahrhundert stammende Holzstatue des Kirchenpatrons, die aus dem zerfallenen Kloster Tönisstein stammt, wird nur an besonderen Festtagen gezeigt. Rechts vom Tabernakel steht eine neue, aus Basaltstein geschaffene Statue des Kirchenpatrons. Ein Schwein auf dem Sockel und der Einsiedlerstab in der rechten Hand sind Attribute, die sich auf den Abt Antonius (+ 356) beziehen.

Hans Schmitz, Oberzissen

St. Remigius Wassenach

Der hl. Remigius, Bischof von Reims, taufte 496 den Frankenkönig Chlodwig, was der Verbreitung des Christentums in Europa einen besonderen Schub gab. Die Taufszene ist über dem Eingangsportal der Kirche dargestellt. Der kleinere Kirchturm stammt von einer älteren Kapelle, die 1322 erstmals erwähnt wird. Die jetzige neoromanische Kirche wurde 1852 geweiht, acht Jahre nach der Erhebung Wassenachs zur Pfarrei. Der hohe Turm war erst 1898 vollendet. In ihm läuten vier Glocken: die Remigius-Glocke von 1560, sowie die Christkönigs-, Muttergottes- und Josefsglocke, alle von 1952. Altar, Ambo, Kreuz und Osterleuchter wurden 1974 von Hans Gerhard Biermann von den Maria Laacher Kunstwerkstätten aus Muschelkalk und/oder Bronze gefertigt. Der Hochaltar von 1771 aus Marmor enthält den Tabernakel und zeigt die Bischöfe Augustinus, Remigius und Ambrosius, sowie die Märtyrer Sebastian und Luzia. Der Kreuzweg aus Terrakotta wurde um 1900 hergestellt. Die romantische Orgel von 1854 wurde 1975 grundlegend restauriert. Das Fenster der Taufkapelle ist in Bild und Farbstellung eine Auslegung der Taufe.

nach einer Kirchenbeschreibung von Horst Wilbert (+)

St. Potentinus Wehr

Wehr gehörte 900 Jahre – bis 1802 – zur Prämonstratenser-Abtei Steinfeld in der Eifel. Um 1230 erbaute Steinfeld eine neue Kirche in Wehr, deren romanischer Turm heute noch steht. Von 1700 bis 1702 wurde jedoch ein neues, größeres Kirchenschiff an diesem Turm errichtet. Dabei erhielt die Kirche eine gänzlich andere Inneneinrichtung. Die Mönche in Steinfeld hatten sich (für deutsche Verhältnisse sehr früh) zur neuen Stilrichtung des „Barock“ entschieden. Sie statteten die neue Kirche in Wehr mit einer Überfülle barocker Pracht aus. Drei machtvolle Altäre mit einer Vielzahl von Heiligenfiguren, Engeln und Putten sowie barockem Dekor beherrschen den Raum. Und verteilt über Altäre und Seitenwände stehen in Lebensgröße, aus Lindenholz geschnitzt, alle 12 Apostel, ausgeführt in elitärer Schnitzkunst in lebhaften Gebärden naturgetreu dargestellt bis ins Detail. Schöpfer dieser barocken Kunstwerke aber war der Prämonstratenser-Laienbruder Michael Pirosson – ein Sohn unserer Gemeinde, der im Oktober 1645 in Wehr geboren wurde.

Bruno Andre

St. Silvester Brenk (Pfarrbezirk Wehr)

Die jetzige Kapelle wurde 1867 nach dem Plan des Baumeister Hermann Nebel aus Koblenz fertig gestellt Die je vier Fenster an den Längsseiten haben Spitzbögen, während an der Giebelseite eine Fensterrose zu sehen ist. Im Innenraum befinden sich auf den Säulen verzierte Kapitelle, von denen die Gewölberippen zum Tragen der Decke ausgehen. Die Kapelle sowie der Altar sind im neugotischen Stil. Die Sakristei wurde im Jahre 1927 angebaut und 1948 eine Empore errichtet. Die rustikale hölzerne Kommunionbank wurde nach dem 2. Vatikanum zu einem Zelebrationsaltar umgebaut. In kirchlichen Unterlagen ist bereits im Jahre 1738 eine Kapelle erwähnt und Silvester sei in Brenk ein hoher Festtag gewesen. Der Altar aus der ehemaligen Kapelle ging nach Rodder. Die Glocke, vermutlich noch aus der vorherigen Kapelle, musste im Krieg Brenk für immer verlassen. In den ersten Nachkriegsjahren wurden zunächst Stahlglocken und im Jahre 1986 zwei Bronzeglocken angeschafft. Auf der Statue des hl. Silvester, die noch aus der früheren Kapelle stammt, befinden sich als Attribute des Heiligen auf der einen Seite ein Ochse und auf der anderen ein Pferd, die das Patronat der Landwirtschaft andeuten. An der Stelle der alten Kapelle, die nach 1867 zur Aufbewahrung von gemeindeeigenen Geräten (u.a. Feuerwehr) diente, steht die neue Gemeindehalle. Wie bereits vor nahezu 300 Jahren ist Silvester für Brenk auch heute noch einer hoher Festtag (Kirmes), der am Vormittag mit einem feierlichen Festamt zu Ehren des hl. Silvester eingeleitet wird.

Hans Schmitz, Oberzissen

St. Mariä Geburt Dedenbach (Pfarrbezirk Königsfeld)

Unsere alte Kapelle von 1509 wurde 1884 wegen Einsturzgefahr abgerissen. Im selben Jahr begannen die Vorbereitungen für einen Neubau. Die Bewohner Dedenbachs waren begeistert und leisteten kostenlos Hand- und Spanndienste. Die Steine für den Bau wurden am „Jäskopp“ gebrochen. Am 14. September 1885 wurde sie von Pastor Theisen zu Ehren der Muttergottes (Mariä Geburt) geweiht. Der barocke Altaraufsatz aus dem 17.Jahrhundert mit den Holzfiguren der Pestheiligen Sebastian und Rochus wurde aus der alten Kapelle übernommen. Die 14 Kreuzwegstationen, Bestuhlung und Kommunionbank wurden gestiftet. 1938 wurde nachträglich ein Tabernakel in den Altar eingearbeitet.
In beiden Weltkriegen musste je eine Glocke für die Rüstungsindustrie abgeliefert werden. Glücklicherweise kam die für den zweiten Weltkrieg abgegebene Glocke unversehrt heim, und ruft uns täglich zum ‚Ave Maria’. In den Jahren 1975 – 1977 wurde die Kapelle erstmals renoviert und restauriert. In der die Nacht vom 3. auf den 4. Dezember 1980. brach ein Schwelbrand aus. Glücklicherweise brannte sie nicht ab. Heute haben wir eine wunderschöne Kapelle, in der noch regelmäßig Gottesdienste stattfinden.

Marianne Breuer, Dedenbach

Am 23.2.2015 wurde ein Kapellenverein gegründet. Bitte besuchen Sie seine Internetseite (neues Fenster):
http://www.dedenbach.brohltal.de/index.php/vereine/kapellenverein-dedenbach

St. Rochus Galenberg (Pfarrbezirk Wehr)

Erbaut 1729, erhielt die Kapelle 1739 ihre erste Glocke, die 1942 kriegsbedingt eingeschmolzen wurde. Im 20. Jahrhundert wurde die Kapelle zu klein, so dass man 1951 eine Erweiterung plante und 1954 mit einem seitlichen Anbau realisierte, der die Bänke der Frauenseite, einen Beichtstuhl sowie die Sakristei aufnahm. Der alte Kapellenteil bildete fortan den Männerflügel. Im Winkel beider Trakte befindet sich seitdem ein moderner Altar aus hellem Stein. 1966 stand erneut eine Renovierung an. Inzwischen war auch die stählerne Ersatzglocke, welche die Gemeinde nach 1945 hatte erwerben können, in die Jahre gekommen. Deshalb entschloss man sich 1983 zur Beschaffung einer neuen Bronzeglocke mit elektrischem Antrieb. Dies bedeutete für die kleine Zivil- und Kirchengemeinde eine große Herausforderung. Nach der Montage im denkmalgeschützten Zwiebelturm am 14.12. 1983 erfolgte die feierliche Glockenweihe am 08.01.1984. Um der vatikanischen Liturgiereform gerecht zu werden, wurde im Zuge der letzten größeren Baumaßnahme von 1990 der Steinfußboden erneuert und der Altar zum Volk hin versetzt. Die Seelsorge in Galenberg versahen jahrzehntelang die Arnsteiner Patres, allen voran P. Meinolf Smeddink und P. Eugen Loos.

Dr. Wolfgang Dietz, Galenberg

St. Briktius Glees (Pfarrbezirk Wehr)

St. Wendalinus Hain (Pfarrbezirk Oberzissen)

Im Jahre 1938 wurde in Hain  an der Stelle eine neue Kapelle gebaut, wo vorher eine mehr als 200 Jahre alte kleine baufällig gewordene Kapelle stand. Zunächst wurde der Altar mit dem Bild des Patrons St. Wendelinus, das auch heute noch vorhanden ist, aus der ehemaligen Kapelle übernommen. Zur Notzeit des zweiten Weltkrieges wurde ein neuer Altar mit Hilfe von gespendeten Naturalien der örtlichen Landwirte angeschafft. Dieser aus Tuffstein auf einem Steinsockel stehende Altar war zunächst für die älteren Bewohner etwas gewöhnungsbedürftig. Er ist jetzt insofern eine Besonderheit, da er der erste Altar im Bistum Trier ist, der den Reformen des II. Vaticanums entspricht. Im Altarraum befindet sich eine Pietà, die aus dem 16. Jahrhundert stammt. Ebenso steht in der Kapelle eine Holzstatue, die den hl. Wendelinus mit einem Schaf auf dem Rücken zeigt, die von einem Hobby-Künstler geschnitzt und gestiftet wurde. Der hl. Wendelinus ist in St. Wendel /Saarland begraben. Pastor Karl Scholtes, der aus diesem Ort stammt, wo es Tradition war, am Pfingstmontag die Pferde zu segnen, führte diesen Brauch auch im Jahre 1952 in Hain ein. Der Tag ist inzwischen zu einem beliebten Volksfest geworden. Die Kirmes (Kirchweih) in Hain wird natürlich nach wie vor am Wendelinustag, 20. Oktober, bzw. dem darauf folgenden Wochenende gefeiert.

Hans Schmitz, Oberzissen

St. Thekla Niederdürenbach (Pfarrbezirk Oberzissen)

St. Cornelius und Cyprianus Oberdürenbach (Pfarrbezirk Oberzissen)

Der älteste Teil der heutigen Kapelle St. Cornelius und Cyprianus ist der Hochaltar aus dem 17. Jahrhundert. Auf ihm befinden sich Figuren des heiligen Cornelius, der heiligen Barbara sowie der Gottesmutter Maria. Die komplette Kapelle wurde 1754 (die Jahreszahl kann man heute noch über einer der beiden Eingangstüren erkennen) fertiggestellt. Rechts neben dieser Eingangstür befindet sich ein überdachtes Kreuz mit Corpus aus dem Jahre 1898. Von 1891 – 1894 wurde die 11,3 Meter lange und 5,38 Meter breite Kapelle saniert und mit 14 Kreuzwegstationen, gestiftet von Pastor Volk aus Niederzissen, verschönert. Die Junggesellen brachten 1954 zwei Gedenktafeln für die Opfer beider Weltkriege an. Damit die Gläubigen, die sich heute alle 14 Tage freitags zur Feier der heiligen Messe in der Kapelle versammeln, nicht mehr frieren mussten, wurde 1978 eine Heizung eingebaut. Seit dem 2. Weltkrieg mussten die Oberdürenbacher ohne echte Kirchenglocke auskommen, bis 1993 endlich eine neue Glocke geweiht und eingebaut wurde.

Christian Reuter, Oberdürenbach

St. Maria Himmelfahrt Rodder (Pfarrbezirk Niederzissen)

 

„Baufällig und zu klein“. So beschlossen die Bürger von Rodder eine neue Kapelle zu bauen. 1867 war die Grundsteinlegung. 1869 war die Kapelle fertig gestellt und zur Ehren der Himmelfahrt Mariens geweiht worden. Sie ist im gotischen Stil ausgeführt und wurde als die schönste Kapelle der Pfarrei Niederzissen bezeichnet. Der Altar wurde der alten Brenker Kapelle entnommen und in Rodder aufgestellt. Pastor Volk von Niederzissen schenkte ein gutes Ölgemälde „Mater dolorosa“.1889 wurden 14 Kreuz­wegstationsbilder angeschafft. Der Rosenkranzverein stiftete eine Tafel mit den Klagen des Heilandes. Das alte Altarbild zeigt die Darstellung Marias Aufnahme in den Himmel. 1872 war die Kapelle zur Darbringung der Hl. Messe noch nicht bereit. 1942 musste auch Rodder seine Glocke abliefern. 1950 und 1978 wurden neue Glocken beschafft. Im Jahre 2006 wurde eine neue Glocke gestiftet und zu Ehren Mariens geweiht. Besonders sind auch die Dienste von Pfarrer Pellio und Pfarrer Drees zu erwähnen. Der langjährige Küster und Organist Ludwig Schröder, der dieses Amt von 1920 bis 1966 ausführte, stiftete seinen Lohn für den Neubau der Kirche in Niederzissen. Die Rodderner haben somit ein schönes Gotteshaus.

Andreas Schröder, Rodder

St. Johannes der Täufer Schalkenbach (Pfarrbezirk Königsfeld)

 

Mitten im Dorf steht sie, unsere schmucke Kapelle, die 1748 errichtet wurde. Den Bruchsteinbau ziert ein viereckiger Dachreiter mit achteckigem Helm. Eine kleine Sakristei ist an der Südseite angebaut. Beim Eintritt in das Kirchlein fällt der Blick auf ein Kupferkreuz und die Statue des Namenspatrons, sodann auf den Altar, einen Tuffsteinblock mit rundum eingemeißeltem Dornenkranz. Farbige Terrakotta-Kreuzwegstationen an den Längsseiten laden zur Betrachtung ein. Fünf Fenster erhellen die Kapelle. Das über dem Eingang stellt den hl. Wendelinus dar. Im rechten Fenster des Chorraumes sind ein Kreuz und eine Wasserschale zu sehen, Symbole für die Taufe Jesu durch Johannes. Das linke Fenster zeigt ineinandergefasst die Buchstaben A / M (Ave Maria), aus deren Mitte eine Blume sprießt. Es stellt eine Verbindung her zur unterhalb stehenden Muttergottesstatue. Ihr zur Seite befindet sich eine Figur des hl. Josef. 1998 wurden umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt, sowie ein elektrisches Glockengeläut installiert. Zum 250. Geburtstag, der während der Kirmestage 1998 gefeiert wurde, weihte Dechant Pater Wagner erneut unsere Kapelle ein und segnete zwei neue Glocken, die seitdem zum Gebet und Gottesdienst rufen.

Magdalena Noner

St. Mariä Geburt Schelborn (Pfarrbezirk Oberzissen)

Im Jahr 1883 erbaut, erhielt die Schelborner Kapelle im Jahr 1949 einen Anbau, durch den man heute das Gotteshaus betritt. Zunächst fällt links ein Holzkreuz mit zwei Tafeln zum Gedenken an die Kriegsopfer beider Weltkriege auf. Das Hauptschiff hat eine hölzerne Flachdecke, wogegen der lichtdurchflutete Chorraum mit Kreuzgewölbe erbaut wurde. Der Chorraum wird flankiert von zwei Heiligenfiguren: in Sichtrichtung Altar links das Herz Jesu, rechts die Namenspatronin Maria mit dem Jesuskind. Ferner befindet sich im Hauptschiff an der rechten Wand eine Statue des Hl. Judas Thaddäus. An der gegenüberliegenden Wand markiert ein halbrundes buntes Glasfenster die Stelle, an der sich der Eingang zum ursprünglichen Bau befunden hatte. Der Altar hat einen Steinsockel mit einem hölzernen Aufsatz. Über dem Tabernakel befindet sich in einer von vier Rundsäulen umgebenen Nische ein Kreuz – links außen die Figur des Hl. Josef, rechts die der Hl. Margareta. Gekrönt wird der Altar durch eine Kreuzigungsgruppe. Vor einigen Jahren fanden umfangreiche Sanierungsarbeiten im Innen- Bereich sowie im Umfeld des Gotteshauses statt.

Monika Lies, Burgbrohl

St. Vitus Weiler (Pfarrbezirk Burgbrohl)

Die 1271 erstmals erwähnte Kirche Niederweiler wurde 1320 der Benediktiner-Abtei St. Vitus, Mönchengladbach, unterstellt. Diese übertrug Seelsorge und Baulast der Kirche ihrer Propstei St. Servatius, Buchholz. Kirchenrechtlich blieb St. Vitus Nieder-weiler bis 1808 selbstständige Pfarrei mit von Buchholz gestelltem Pater als Pfarrer. Im Zuge der Säkularisation (Bistum Aachen) wurde St. Vitus der jüngeren Pfarrei St. Johannes d. T. in Burgbrohl unterstellt. Dabei blieb es auch nach Wiederherstellung des Bistums Trier 1821.
Ursprünglich romanisch, um 1729 barockisiert (Decke, Fenster, Altar, Tauf-becken, Figurenschmuck) wurde die Kirche 1923-25 unter Beibehaltung des alten Chores erweitert und völlig umgestaltet (Langhausverlängerung, Seitenschiffe, Turm). 1936 folgte die neue Sakristei. Neben ehemals Buchholzer Inventar gelangte auch ein Altar aus dem 1938 zwangsgeräumten Niederheckenbach nach Weiler. 1967 wurde St. Vitus umfassend renoviert. Heizung, elektrisches Glockengeläute, Orgel sowie neue Leuchten standen in den letzten Jahrzehnten an. Ambo und Zelebrations-Altar gemäß der vatikanischen Liturgiereform komplettierten 1992 das Interieur.

Dr. Wolfgang Dietz, Galenberg

St. Maria, Hilfe der Christen Wollscheid (Pfarrbezirk Oberzissen)

Die Wallfahrtskapelle wurde 1881 aus Basalt erbaut, der aus der nahegelegenen Hannebacher Lay stammte. Nach dem Betreten der Kapelle fällt der Blick auf den zweigeschossigen Barockaltar mit je einer gedrehten und einer geraden Säule an jeder Seite. Im oberen Giebel des in Weiß mit goldfarbenen
Ornamenten gehaltenen Altars befindet sich ein Bild der Kirchenpatronin, in der darunterliegenden Rundbogennische eine Figur, ein sogenanntes Sitzbild Mariens mit Kind – dem Gnadenbild der Kapelle. Maria im blauen Umhang mit Krone, Zepter und aus Sternen gebildetem Heiligenschein hält das segnende Jesuskind mit Reichsapfel auf den Knien. Zahlreiche Votivtafeln drücken den Dank für erhörte Bitten aus. Noch heute finden Wallfahrten aus Oberbreisig und Oberzissen statt. Am Übergang von Hauptschiff zum runden Chor stehen zwei Heiligenfiguren: in Sichtrichtung Altar rechts das Herz Jesu, links der Hl. Josef. Die Wollscheider Kapelle ist sicherlich als ein Kleinod im Brohltal zu bezeichnen.

Monika Lies, Burgbrohl

Abtei Maria Laach (im Gebiet der Pfarrbezirk Wehr)

St. Barbara Weibern

Etwas zur Geschichte von Weibern

Keineswegs kann Weibern mit anderen historischen Gemeinden schritthalten. Jedoch hat man in der Bahnhofstraße römische Brandgräber in Aschenkisten aus Brohler Tuffstein gefunden, die jetzt im Landesmuseum Bonn sind (Jahresbericht von 1910/11). Die Abtei Maria Laach war seit 1456 in Weibern begütert. Der sogenannte Haferhof in Weibern zahlte jährlich 30 Malter Hafer und 1117 Eier an Pacht. Daneben erhob das Kloster am See den „Haferzehnt", der u.a. 12 Malter Hafer ausmachen sollte, wovon doch 7 Mltr. an das Koblenzer Stift St. Florin abzugeben waren. Ihnen ist bestimmt aufgefallen, daß viele, besonders ältere Häuser in Weibern aus Tuffstein gebaut sind; diesmal aus dem bekannten Weiberner Tuff. Aus ihm ist auch unsere alte Kirche gebaut. Ebenso sind Kirchen der Nachbarschaft aus Weiberner Tuffstein errichtet. So die 1664/78 erbaute Klosterkirche auf dem Kalvarienberg bei Ahrweiler. Weiberner Steinmetze waren und sind noch heute in weiter Umgebung tätig; heute noch z.B. in der Kölner Dombauhütte.

Die Pfarrei St. Barbara Weibern möchte sich Ihnen vorstellen.

Die Pfarrei Weibern ist noch nicht sehr alt. 1860 wurde Weibern mit Wabern von der Pfarrei Kempenich getrennt und zur eigenen Pfarrei erhoben. Von der bis dahin vorhandenen Kapelle haben wir leider keine Abbildungen. Auch wird bedauert, daß keinerlei Reste dieser Kirche mehr vorhanden sind. Sämtliche Unterlagen sind im September 1944 in Koblenz Opfer der Bomben geworden. Am 1. August 1962 wurde die Gemeinde Hausten-Morswiesen von der Pfarrei Kempenich abgetrennt und als Filiale der Pfarrei Weibern angeschlossen. Heute zählt die gesamte Pfarrei Weibern 1650 katholische Christen, davon wohnen in Hausten-Morsweisen etwa 340. Die Pfarrei Weibern gehört zum Pfarrverband (Dekanat) Brohltal in der Region Rhein-Mosel-Ahr im Bistum Trier. Die evangelischen Christen in Weibern gehören zur evgl. Gemeinde Adenau. Zwei Kirchen. Wie Sie schon gesehen haben, haben wir in Weibern heute zwei katholische Kirchen: Die alte, im neugotischen Stil 1888 bis 1892 erbaut, und die neue Kirche, die am 1.Juli 1973 zu Ehren der hl. Barbara geweiht wurde. Die alte Kirche ist eineder wenigen neugotischen Kirchen in der Diözese, die ganz erhalten geblieben ist. Außer im Winter, wird diese Kirche für die Werktagsgottesdienste und Andachten genutzt. Kehren wir zurück zur neuen Kirche: Sie wurde gebaut, weil die alte Kirche viel zu klein geworden war. Auffallend ist, daß diese Kirche sehr wenig Ausschmückung hat. Der Sinn dieser Bauart kam aus der Zeit nach dem 2. Vatikanischen Konzil: Es sollte in den Kirchen alles vermieden werden, was an Prunk erinnert. Die Gemeinde sollte sich in einem Raum, der gegen Witterung schützt, um das Zentrale, den Altar, versammeln und durch nichts abgelenkt werden. So war ursprünglich auch kein Kreuz und kein Tabernakel vorgesehen. Die Idee war nicht schlecht, aber hat sich, Gott sei Dank, nicht durchsetzen können. So kamen dann später aus der Werkstatt von Maria Laach das Kreuz, die Madonna und der Tabernakel in die Kirche. Wertvoll sind die Fenster, die der heute in Fachkreisen sehr bekannte Prof. Schreiter entworfen hat. Übrigens sind die Fenster in der Sakristei und im Pfarrheim auch sein Werk. (Quelle: Begrüßungsheft der Pfarrei)

 

Aus dem Faltblatt St. Barbara

Es gibt es in Weibern zwei katholische Kirchen. Die alte Kirche wurde im neugotischen Stil erbaut. Die Grundsteinlegung war im Jahre 1858, die Einsegnung fand am 29.7.1891 statt. Die neue Kirche wurde am 1. Juli 1973 zu Ehren der hl. Barbara geweiht. Die alte Kirche ist eine der wenigen neugotischen Kirchen in der Diözese Trier die ganz erhalten geblieben ist. In den Sommermonaten wird diese Kirche für Werktagsgottesdienste und Andachten genutzt.

Die alte Kirche:

Über die Treppe in der Vorhalle gelangen Sie durch die Kerzenkapelle mit der schmerzhaften Muttergottes und Jesus im Grab liegend, in unsere alte Kirche. Der Hochaltar aus Holz ist aus dem 19. Jahrhundert. An der Spitze ist die Kreuzigungsgruppe, unten rechts der hl. Aloysius, links die hl. Barbara und in der Mitte der Tabernakel mit der Verkündigungsszene. An der Westwand des Chores zeigt die Wandmalerei die Heilige Familie und an der Ostwand die Krönung Mariens. Beide Darstellungen sind sehr renovierungsbedürftig. Rechts vom Chor befindet sich der Marienaltar, links der Josefsaltar. Die Seitenwände tragen kolorierte Kreuzwegstationen aus Holz. An den Pfeilern der rechten Seite befinden sich folgende Figuren: die hl. Barbara, der hl. Schutzengel mit Kind, der hl. Aloysius und der hl. Antonius von Padua. An der linken Seite stehen der Erzengel Michael, die hl. Katharina und die hl. Mutter Anna mit Maria. Die Kanzel ist geschmückt mit den vier Evangelisten. Die Maßwerkfenster, der Taufstein, sowie das Kriegerdenkmal in der Vorhalle sind aus Tuffstein und Zeugnisse heimischer Steinmetzkunst.

Die neue Kirche:

Durch die Vorhalle betreten Sie die neue Pfarrkirche. Sie wurde gebaut, weil die alte Kirche viel zu klein geworden war. Auffallend ist, dass diese Kirche sehr wenig Ausschmückung hat. Der Sinn dieser Bauart kam aus der Zeit nach dem 2. Vatikanischen Konzil: Es sollte in den Kirchen alles vermieden werden, was an Prunk erinnert. Die Gemeinde sollte sich in einem Raum, der gegen Witterung schützt, um das Zentrale, den Altar, versammeln und durch nichts abgelenkt werden. So war ursprünglich auch kein Kreuz und kein Tabernakel vorgesehen. Die Idee hat sich aber nicht durchsetzen können. So kamen dann später aus der Werkstatt von Maria Laach das Kreuz, die Madonna und der Tabernakel in die Kirche. Wertvoll sind die Fenster, die der heute in Fachkreisen sehr bekannte Prof. Johannes Schreiter entworfen hat. Auch die Fenster in der Sakristei und im Pfarrheim unter der Kirche sind sein Werk. Seit dem 23.5.2007 befindet sich in der neuen Kirche ein Taufbecken. Der Taufstein steht auf deinem Basaltsockel und ist wie die Sitzsteine aus Weiberner Tuff. Folgende Symbole sind in den Tuffstein eingearbeitet: „Arche Noah", „Wunderbare Brotvermehrung", „Durchgang durch das Rote Meer" und „Jona im Fischmaul". Die Fertigung des gesamten Taufbereichs übernahm ehrenamtlich der Steinhauerverein Weibern.

Apostelkapelle Petrus, Paulus und Matthias - Wabern

Die kleine Gemeinde Wabern ist politisch der Gemeinde Weibern eingemeindet; auch kirchlich gehört sie zur Pfarrgemeinde. Um das Jahr 1668 baute diese kleine Gemeinde - der Ort zählte noch 1830 nur 5 Häuser,- unsere heutige Kapelle, geweiht den Aposteln Petrus, Paulus und Matthias. Sie ist eine schlichte Barockanlage aus verputztem Bruchstein. Über dem Eingang sehen Sie die Jahreszahl 1788. Der „Altaraufsatz, Holz, trägt vor einer Muschelnische ein barockes Vesperbild aus Tuffstein." In der Bekrönung Figuren der genannten Apostel. Beson- ders verehrt wird der Apostel Matthias, dessen Grab in der Matthiasbasilika in Trier ist. Eine Reliquienbüste des Apostels steht in einer Mauernische in der Kapelle. Das Glöckchen der Kapelle von 1668 rettete sich bis in unsere Zeit. Vor der Kapelle steht ein Basaltkreuz von 1752, gestiftet von den Eheleuten Johannes u. A.M. Ackermann. Daneben ein Raststein, dessen Balusterschaft ebenfalls aus Basalt ist, von 1687.

St. Anna - Morswiesen

Der Ort  Morswiesen, als „Morshusin" bereits 1376 genannt, dürfte gegen 1500 eine Kapelle gehabt haben, die damals nach Rieden gehörte. Heute bildet dieser Ort mit Hausten die politische Gemeinde Hausten-Morswiesen. Die Kapelle, - erstmalig 1671 urkundlich erwähnt-, ist der hi. Anna, der Mutter Mariens, geweiht. Der Altaraufsatz in der Kapelle stammt aus der ersten Hälfte des 17.Jahrhunderts. Figuren des Altars: Der Apostel Simon (mit der Säge) und der Apostel Judas; außerdem sind die Wappen der v.Schmittburg und der Waldbott v. Bassenheim zu erkennen. Neben dem Eingang der Kapelle befindet sich ein Kreuz, Basaltlava, mit Korpus und drei einen Kelch haltenden Engeln von 1668. Daneben wiederum ein Raststein mit Balusterschaft aus Basalt.